BLUTSBRÜDER

In ’Blutsbrüder’, dem letzten Teil der Trilogie ‚finding Germany elsewhere‘ des Berliner Theatermachers Jochen Roller, vergreift sich eine Gruppe Frauen mit indianischen, indigenen, postmigratorischen und/oder deutschen Identitäten an Winnetou, dem Fetisch aller deutschen Hobbyindianer. Das Epos von Karl May wird aus dekolonialer, queerer und feministischer Perspektive neu erzählt, wobei das Format des Abends zwischen Ethnic Drag Cabaret, ARTE-Dokumentation, Techno Rave und Schattentheater oszilliert. Nach ‚Trachtenbummler‘ (2013) und ‚Them and Us‘ (2015) exotisiert dieser Abend erneut die Sophiensaele, in einer altbewährten Mischung aus Ideologie, Unterhaltung, investigativem Journalismus und High Fashion.

17. bis 21.10.2017 Sophiensaele Berlin

Künstlerische Leitung: Jochen Roller Performance: Latai Funaki Taumoepeau, Ari Hoffmann, Kelly Pineault, Serfiraz Vural Ausstattung: Sebastian Ellrich Assistenz: Gabriela Randig Lichtgestaltung: Marek Lamprecht Video: Andrea Keiz Voice Coaching: Jule Flierl Yoga Training: Zoë Knights Dramaturgie: Friederike Lampert Presse & Produktion: björn & björn
Eine Produktion von Jochen Roller in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Senatskanzlei für Kultur und Europa. Mit freundlicher Unterstützung des Goethe Instituts Montréal.

Fotos: Anna Agliardi